(Markkleeberg, 27. Januar 2026) Der heutige Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an die Verbrechen, die von Deutschland ausgingen und Millionen Menschen das Leben kosteten. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit – ein Ort, an dem mehr als eine Million Menschen entrechtet, gequält und ermordet wurden. Ihr Leid ist Mahnung und Verpflichtung zugleich.

Erinnerung edeutet mehr als historisches Gedenken. Als Bundespräsident Roman Herzog 1996 den 27. Januar zum offiziellen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärte, machte er deutlich, dass Erinnern kein Selbstzweck ist, sondern Voraussetzung für eine lebendige Demokratie. Der Blick zurück soll wachsam machen gegenüber Ausgrenzung, Entrechtung und dem Verlust von Menschlichkeit – damals wie heute.

„Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte infrage gestellt werden und Zeitzeuginnen und Zeitzeugen immer weniger werden, müssen wir Haltung zeigen und unsere Demokratie schützen“, erklärt Oliver Fritzsche. „Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit greifen die Grundlagen unseres Zusammenlebens an. Ihnen entschieden entgegenzutreten ist Verantwortung und Pflicht zugleich.“

Anlässlich des Gedenktages finden im Landkreis Leipzig zahlreiche Veranstaltungen statt, um innezuhalten, zu erinnern und gemeinsam ein Zeichen für Menschlichkeit und demokratische Werte zu setzen.

   

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