(Markkleeberg, 16. September 2026) Im heutigen Plenum haben wir über die Zukunft von „Tacheles 2026“ und die Frage diskutiert, wie jüdische Kultur und jüdisches Leben in Sachsen auch über das Themenjahr hinaus dauerhaft gestärkt werden können.
Das Themenjahr hat bisher schon eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig jüdisches Leben und jüdische Kultur in Sachsen sind. Bereits zur Jahresmitte fanden rund 620 Veranstaltungen mit mehr als 250 beteiligten Kulturakteuren in etwa 85 Städten und Gemeinden statt. Neben kulturellen Veranstaltungen spielten auch Bildungsangebote eine wichtige Rolle. Dabei wurde deutlich: Jüdische Kultur ist im gesamten Freistaat präsent.
Diese Entwicklung sollte nicht mit dem Jahresende abgeschlossen sein. Die Erfahrungen aus dem Themenjahr, entstandene Netzwerke und neue Kooperationen bieten eine wichtige Grundlage dafür, erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln und jüdische Kultur auch künftig sichtbar zu machen.
Dazu gehört auch, bestehende Kompetenzen und Strukturen zu erhalten – insbesondere bei landesweiter Koordination, Beratung und Fortbildung sowie bei der Vermittlung und Präsentation jüdischer Kultur und Geschichte. Auch bestehende Fördermöglichkeiten wie das Programm „Jüdisches Leben in Kunst und Kultur“ der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen können dabei eine wichtige Rolle spielen. Für die Sächsische Landesausstellung 2029 sollte zudem sichergestellt werden, dass jüdisch-sächsische Geschichte angemessen berücksichtigt wird.
"Jüdisches Leben gehört zu Sachsen. Gerade angesichts des zunehmenden Antisemitismus braucht es dauerhafte Sichtbarkeit, Bildungsangebote und Räume für Begegnung. Die Erfahrungen aus Tacheles können dafür eine wichtige Grundlage sein", so Oliver Fritzsche abschließend.

